Mediation

Sechs bunte Arme gemeinsam in der Luft, die Finger sind gestreckt, es wirkt freudig und energiegeladen

Ärger und Knatsch im Verein? Wir bieten Vereinen eine Mediation an!

Die Mediationsangebote rich­ten sich an Engagierte in bestehen­den Vereinen, die wäh­rend der Corona-Pandemie mit struk­tu­rel­len Problemen kon­fron­tiert sind und der­zeit durch inter­ne Konflikte oder Kommunikationsprozesse her­aus­ge­for­dert sind.

Mediation ist eine Form der lösungs­ori­en­tier­ten Konfliktbearbeitung, bei der die invol­vier­ten Personen dabei unter­stützt wer­den, ihre Meinungen, Gedanken und Gefühle aus­zu­spre­chen und dem Gegenüber zuzu­hö­ren. Das struk­tu­rier­te Kommunikationsverfahren der Mediation bie­tet einen kon­struk­ti­ven und siche­ren Rahmen an, in dem die betei­lig­ten Personen mit Unterstützung der Mediator*in ihre unter­schied­li­chen Positionen dar­le­gen kön­nen. Mediation ver­mit­telt im Konflikt, indem gegen­sei­ti­ge Interessen geklärt wer­den und för­dert eine kon­struk­ti­ve Streitkultur, die unter­schied­li­chen Persönlichkeiten und Problemlösungsstrategien gerecht wer­den möchte.

Das Hauptziel der Mediation ist es, Menschen in der Bearbeitung ihrer eige­nen Konflikte sowohl zu bekräf­ti­gen als auch zu befä­hi­gen. Oftmals ste­hen hin­ter einem Konflikt Bedürfnisse, Interessen, Wünsche oder Ängste. Diese wer­den in der Mediation beleuch­tet und im kom­mu­ni­ka­ti­ven Prozess geteilt, so dass ein Verständigungsprozess in Gang gesetzt wird. Mediation bie­tet dadurch die Gelegenheit, Kränkung, Missstände und Meinungsverschiedenheiten zu äußern. In die­sem Prozess wird der Konflikt ent­schärft und es wird ein Einstieg in die Bearbeitung die­ses Konfliktes ermög­licht. Der Prozess der Mediation wirkt hier­bei als Verständigung und kann dazu füh­ren, dass am Ende eine ein­ver­nehm­li­che und umsetz­ba­re Lösung entsteht.

Die Mediator*in beglei­tet den vor­ge­stell­ten Prozess und schafft den Rahmen. Dadurch sol­len bestehen­de Konflikte auf kon­struk­ti­ve, dees­ka­lie­ren­de Art und Weise geklärt wer­den, um die Arbeitsprozesse in Vereinen auf­recht erhal­ten zu können.

Der klä­ren­de Kommunikationsprozess wäh­rend einer Mediation wird nach­hal­tig in den Vereinen wir­ken, so dass zukünf­ti­ge Probleme, durch die kom­mu­ni­ka­ti­ve Erfahrung in der Mediation, fokus­sier­ter und lösungs­ori­en­tier­ter ange­gan­gen wer­den. Das spart Zeit, Energie und ver­hin­dert das Auseinanderbrechen bestehen­der bewähr­ter Strukturen.

Das Angebot von Mediationen kön­nen sich gemein­nüt­zi­ge Vereine auf­grund der hohen Kosten meist nicht leis­ten, die Teilnahme an unse­rem Angebot ist somit nie­der­schwel­lig, da sie kei­ne zusätz­li­chen Kosten den Vereinen abver­langt. Unser kos­ten­frei­es Angebot wird von der Stadt Leipzig mit­fi­nan­ziert und ist begrenzt verfügbar.

Rahmenbedingungen

Grundsätze der Mediation sind:

  • Freiwilligkeit, die Konfliktparteien begin­nen das Verfahren frei­wil­lig und kön­nen es jeder­zeit beenden.
  • Allparteilichkeit, die Mediator*in steht pro­fes­sio­nell zwi­schen den Konfliktparteien und ist nicht par­tei­isch. Sie akzep­tiert jede*n Mediand*in hin­sicht­lich ihrer Eigenheit, Bedürfnisse und Interessen.
  • Vertraulichkeit, die Mediator*in und die Mediand*innen ver­pflich­ten sich zur Verschwiegenheit.

Ablauf einer Mediation

  • Phase 0: Vorgespräche mit den Konfliktparteien
  • Phase 1: Regeln des Verfahrens
    • hier wer­den Vereinbarungen zum Verfahren getroffen
  • Phase 2: Konflikterhebung
    • hier bekommt jede Konfliktpartei die Möglichkeit ihre Sicht des Konfliktes zu schildern
  • Phase 3: Konfliktbearbeitung
    • hier wer­den Interessen, Positionen, Motivationen, Gefühle und Bedürfnisse, die mit Konflikt in Zusammenhang ste­hen, sicht­bar gemacht
  • Phase 4: Lösungssuche
    • gemein­sam wer­den mög­li­che Lösungen gesucht und verhandelt
  • Phase 5: Maßnahmensicherung
    • getrof­fe­ne Vereinbarungen wer­den schrift­lich fest­ge­hal­ten und unterschrieben

Über den Mediator

Seit über zehn Jahren bewe­ge ich mich wohn­haft, beruf­lich und pri­vat in ver­schie­de­nen Gruppen und ihren Prozessen; Konflikte und ihre Lösung gehö­ren dabei zum Alltag. Diese Erfahrungen stär­ken mein Profil als Mediator. Ich wer­de aktiv zuhö­ren und mit Empathie einen siche­ren Rahmen schaf­fen, um dem Konflikt Raum zu geben und sei­ne Schwere zu nehmen.

Anmeldung

Wenn ihr das Angebot einer Mediation in Anspruch neh­men möch­tet, dann nehmt ger­ne Kontakt über die E‑Mail-Adresse mediation@plushumanite.de mit mir auf. Ich lade euch dar­auf­hin zu einem Vorgespräch ein, um euch ken­nen­zu­ler­nen. Wenn es sich für uns stim­mig anfühlt, dann ver­ein­ba­ren wir wei­te­re Termine.

Aufgrund der anhal­ten­den Corona-Situation ist je nach Bestimmung eine Präsenz-Mediation even­tu­ell nicht mög­lich. Ich habe jedoch gute Erfahrungen mit Mediationsettings über Videokonferenzen sam­meln kön­nen und lade dazu ein, sich nach Bedarf auf die­ses Medium einzulassen.

Förderhinweise

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Logo Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben!”

Logo Demokratie leben!

 

sowie vom Freistaat Sachsen

Logo Freistaat Sachsen und Landespräventionsrat Sachsen

und der Stadt Leipzig

Logo Stadt Leipzig